Wespe

Allgemeines über Wespen

Diese schwarz-gelben Insekten stehen unter Naturschutz und sind ein wichtiger Bestandteil funktionierender Ökosysteme. Wenn sie sich bedroht fühlen, stechen die Tiere. Ihre Stiche können sehr schmerzhaft sein und manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen. In seltenen Fällen können schwere allergische Reaktionen wie Anaphylaxie auftreten. Für Menschen die allergisch auf Wespenstiche reagieren ist ein Notfallset emfehlenswert und sich vor dem gebrauch genauestens über dessen Handhabung zu informieren. 

Um die Tiere nicht zu reizen, sollte man sich den Nestern nicht nähern, keine Lebensmittel in der Nähe haben oder intensiv duftenden Parfüms oder Kölnischwasser auftragen. Durch langärmlige Kleidung beim Aufenthalt im Freien, ist es für die Wespe schwieriger mit dem Stachel die Haut zu erreichen. Wenn man gestochen wird, sollte man den Stachel so schnell wie möglich entfernen, da die Giftdrüsen direkt am Stachel sitzen, damit das Risiko einer weiteren Freisetzung von Gift minimiert wird. Seltener erwähnt, aber gut zu wissen, Wespenstiche übertragen zwar keine Krankheiten, aber die Wespe selbst kann Erreger und Schimmelsporen transportieren.

Wespennester zu entfernen ist nicht nur  gefährlich sondern auch verboten.  Wer ein Wespennest zerstört oder Wespen tötet, kann je nach Bundesland eine Strafe von bis zu 65 000 Euro erwarten. Nur dafür ausgebildete Personen dürfen Wespennester entfernen. Es wird eine spezielle Ausrüstung, Lizensierung und Erfahrung benötigt. Dafür steht Ihnen der Schädlingsbekämpfer-MV jederzeit zur Verfügung. Zum Kontakformular!

Wespenarten

Deutsche Wespe

Sind sind 12 mm bis 17 mm groß (die Königin sogar 20 mm)  und von Mai bis Oktober aktiv, der eine größe von bis zu 7000 Individuen erreichen kann. Wenn die Königin stirbt, überwintern die befruchteten jungen Königinnen an geschützten Orten und können so im nächsten Jahr einen neuen Staat gründen. Sie bevorzugen dunkle Hohlräume wie Mäuselöcher, Dachstühle oder Schuppen. Aus zerkauten Holzfasern wird ein Nest mit den typischen sechseckigen Zellen errichtet. Innerhalb des Staates hat später jede Wespe eine bestimme Aufgabe und kann sich beispielsweise um die Zellreinigung oder die Larvenfütterung kümmern. Die Verständigung zwischen den Insekten erfolgt über Pheromone und die Flügelschlagfrequenz. So lässt sich bei Gefahr auch Unterstützung rufen.

Deutsche Wespen haben die typische schwarz-gelbe Warnfärbung, bei der der Körper gestreift ist. Das Stirnschild ist gelb mit drei schwarzen Punkten oder einem Strich drauf, die Beine sind gelb, die Fühler und Augen schwarz.

Gemeine Wespe

Sie ist eine der häufigsten Arten in Deutschland und gehört zu den Kurzkopfwespen. Im Gegensatz zur ersten aufgeführten Art, werden eher unterirdische Orte bevorzugt, also vorzugsweise Höhlen aber trotzdem gerne auch Dachstühle. Diese Art wird auch als Hygieneschädling geführt, da sie im Außenbereich oder auch in beispielsweise  Bäckerein an Nahrungsmittel gehen. Hat eine Wespe Kontakt mit einer kontaminierten Oberfläche, zum Beispiel beim befliegen von Müll, kann sie entsprechende Erreger auch weiter transportieren. Damit besteht bei größerem Befall auch immer ein erhöhtes Infektionsrisiko.
Ihre Aktivität ist ähnlich zur oben genannten Art. jedoch hat der Staat lediglich 3000 bis 4000 Individuen wächst.

Sächsische Wespe

Diese Langkopfwespen sind eher friedliche Zeitgenossen und lassen sich nur schwer in Unruhe versetzen. Die glatten und rundlichen Nester mit einem Durchmesser von bis zu 25 cm werden oft unter Dachvorsprüngen oder in Hecken gebaut. Jedoch sind die Nester nicht wasserabweisend wodurch helle und trockene Standorte bevorzugt werden. Bis zu 1000 Indviduen bewohnen den Staat, von denen 10 % bis 30 % Arbeiterinnen sind. Die Art ernährt sich eher eiweißreich und hat wenig interesse an süßen Lebensmitteln. Die Arbeiterinnen gehen vorwiegend auf Baum-, Pflanzen- und Obstsäfte, Blütennektar, und den Honigtau der Blattläuse.

Wespen – mehr als nur lästige Stecher

Wespen haben einen denkbar schlechten Ruf – dabei sind es vor allem zwei Arten, die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, die im Spätsommer lästig werden. Alle anderen heimischen Wespenarten interessieren sich schlicht nicht für unseren Teller. Und selbst diese beiden erfüllen wichtige ökologische Aufgaben.

Als Insektenjäger halten sie Schädlinge in Schach Wespen füttern ihre Brut fast ausschließlich mit Insekten: Fliegen, Mücken, Bremsen, Raupen, Blattläuse. Ein einzelnes Wespenvolk vertilgt täglich zwischen 500 und 2.000 Gramm Insekten – darunter viele Arten, die wir selbst als lästig oder schädlich empfinden. In Garten und Landwirtschaft wirken Wespen damit als natürliche Schädlingskontrolle, die den Einsatz von Pestiziden verringern kann (Quelle: naturschutz.ch).

Als Bestäuber werden sie unterschätzt Erwachsene Wespen ernähren sich von Nektar und Baumsäften. Dabei kommen sie mit Pollen in Kontakt und bestäuben Blüten – weniger effizient als Bienen, aber trotzdem wirksam. Besonders der blühende Efeu wird im Herbst fast ausschließlich von Wespen besucht (Quelle: NABU Niedersachsen). Auch der NABU bestätigt, dass Wespen bei der Bestäubung eine Rolle spielen und deshalb aus menschlicher Sicht als Nützlinge gelten dürfen (Quelle: NABU Berlin).

Als Nahrungsquelle in der Nahrungskette Wespenlarven und -puppen sind eine unverzichtbare Nahrungsgrundlage für spezialisierte Tiere. Der Wespenbussard (Pernis apivorus) – ein in Deutschland brütender Greifvogel – ernährt sich fast ausschließlich von Wespenlarven. Er gräbt Wespennester mit den Füßen aus; sein dichtes Gefieder und hornige Schuppen an den Füßen schützen ihn dabei vor Stichen (Quelle: NABU, Vogelporträt Wespenbussard). Ohne Wespen keine Wespenbussarde.

Fazit: Schädling oder Nützling? Die Wespe ist ein vollwertiger Teil des Ökosystems. Lästig wird sie erst, wenn Mensch und Tier auf engem Raum aufeinandertreffen. Wer ein Nest an unkritischer Stelle dulden kann, tut der Natur damit einen Gefallen. Wer Hilfe braucht, sollte auf fachkundige Umsiedlung statt auf Eigenversuche setzen – denn auch Wespennester sind gesetzlich geschützt.

Wer sich zu diesem Thema tiefer belesen möchte und mehr zum Umgang mit Wespen erfahren will, kann hier (Seite des Nabu, externer Link) mehr erfahren. Für weitere Fragen oder Anmerkungen stehen wir gerne zur Verfügung.

Sie haben ein Problem mit Wespen? Kontaktieren Sie uns gerne! Als erfahrener Kammerjäger kümmern wir uns um ihr Problem in Rostock und Umgebung. Schnell und nachhaltig – in Privathaushalten und Gewerbebetrieben.

Haben Sie ein Problem oder Fragen, dann rufen Sie uns gerne unter 0151 261 060 41 an. Wir kümmern uns um ihr Anliegen!