Assel

In Deutschland treffen wir in bewohnten bereichen oft auf Mauer- und Kellerasseln. Diese gehören zur Ordnung der „Asseln“ (Isopoda) und sind eine Gruppe von Krebstieren die zur Atmung immer noch Kiemen an den Beinen besitzen. Sie lieben feuchte Umgebungen. Oft kann man die Tiere in Kellern, unter Steinen, in Laub oder an anderen feuchten, dunklen Orten finden. Auch in Abfällen können sie sich wohl fühlen. Die Tiere stellen jedoch keine gesundheitliche Gefahr da. Stattdessen sind sie ein Hinweis auf Räume oder Bereiche mit zu hoher Feuchtigkeit. Asseln können damit auch ein Indikator für erhöhte Schimmelgefahr sein. Das heißt, dass die Ursache für die erhöhte Luftfeuchtigkeit selbst nach Entfernen der Krebstierchen gefunden werden muss.

Mauerasseln (Porcellio scaber)

  • Aussehen: Mauerasseln sind mittelgroße Asseln, die bis zu 2,5 cm lang werden können. Sie haben eine ovale, abgeflachte Körperform und eine harte, kalkhaltige Exoskelett, das oft in Grautönen mit schwarzen oder braunen Flecken gefärbt ist.
  • Lebensraum: Sie bevorzugen feuchte, dunkle Umgebungen wie feuchte Böden, unter Steinen oder in Ritzen von Mauern, daher der Name „Mauerassel“.
  • Ernährung: Sie sind Aasfresser und zersetzen organische Stoffe wie abgestorbenes Pflanzenmaterial, Laub und Holz. Sie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, da sie dazu beitragen, organische Stoffe zu zersetzen.
  • Fortpflanzung: Mauerasseln sind lebendgebärend und bringen die Eier in einer speziellen Bruttasche am Körper zur Welt.

Kellerasseln (Armadillidiidae)

  • Aussehen: Kellerasseln sind kleiner als Mauerasseln mit etwa 2cm Länge und gehören zur Familie der „Panzereasseln“. Sie haben die Fähigkeit, sich bei Gefahr zu einer Kugel zusammenzurollen, was sie vor Fressfeinden schützt. Ihre Körper sind stark segmentiert und können in verschiedenen Farben erscheinen, meist graubraun oder schwarz.
  • Lebensraum: Wie Mauerasseln bevorzugen sie feuchte und dunkle Umgebungen, insbesondere in Kellern, Gärten, Ställen, Gewächshäusern, Komposthaufen und bei Totholz, unter Steinen oder Holz und in feuchtem Laub. Komposthaufen sind Kellerasseln sogar nützlich, dass sie bei der Humusbildung helfen.
  • Ernährung: Kellerasseln ernähren sich ebenfalls von zersetzendem organischen Material, wie z.B. abgestorbenen Blättern und morschen und Pilz-befallenen Holz, und tragen zur Zersetzung von organischen Stoffen bei. Sie fressen auch Wurzeln, Kartoffeln und Äpfel. Angefressene Nahrungsmittel sollten nicht mehr verzerrt werden.
  • Fortpflanzung: Auch Kellerasseln sind lebendgebärend und bringen ihre Nachkommen in einer speziellen Bruttasche zur Welt. Die Tiere leben etwa 2 Jahre.

Gemeinsame Merkmale

  • Feuchtigkeit: Beide Arten benötigen feuchte Umgebungen, um nicht auszutrocknen.
  • Schutzmechanismus: Die Fähigkeit, sich zusammenzurollen (insbesondere bei den Kellerasseln), ist eine wichtige Schutzmaßnahme gegen Fressfeinde.
  • Ökologische Rolle: Beide Asselnarten sind sehr wichtig für das Ökosystem, da sie als Zersetzer organische Materialien abbauen und so zur Nährstoffkreislauf beitragen.

Vor der Bekämpfung der Tiere müssen der Aufenthaltsort und die Verstecke lokalisiert werden. Im besten Fall löst eine Senkung der Luftfeuchtigkeit (regelmäßiges Lüften,
Beseitigung von Isolationsschäden an Kellermaueraußenseiten, spritzfreie Ableitung von Regenwasser
etc.) das Problem. Andernfalls kann u.a. mit Klebe- bzw. Leimfallen gearbeitet werden. An den Fallen sind Pheromone oder Fraßlockstoffe aufgetragen, die die Tiere anlocken. Außerdem kann ein Mineralpulver verwendet werden, das den Chitinpanzer der Asseln zerstört. Bei geringerem Befall kann auch das Auffegen, Aufsaugen oder Aufsammeln der Tiere ausreichen. Biologische Fallen wie gekochte Kartoffeln, die mit Salatblättern abgedeckt sind, locken die Tiere ebenfalls an.

Lebensmittel sollten daher in trockenen Räumen aufbewahrt werde, um die Krebstierchen nicht anzulocken. Verschiedene Landasselarten verursachen mit ihren beißenden Mundwerkzeugen an gelagerten Lebensmitteln (Vorräte aller Art), an Saatgut (besonders an Keimlingen) und bei Massenauftreten in Gewächshäusern Fraßschäden z. T. größeren Ausmaßes.